Das PDF – ein Auslaufmodell?

In Zeiten des technologischen Wandels, etwa in Form einer rasant wachsenden Zahl immer intuitiverer und interaktiverer Apps, könnte ein vermeintlich etabliertes Datei-Format bald Geschichte sein: das Portable Document Format, kurz: PDF.

 

In vielen Unternehmen noch quicklebendig…

Sicher: viele Unternehmen arbeiten noch mit PDF-Dateien. Sie ersetzen Printkataloge, Formulare und Rechnungen, dienen als Newsletter, Einladungen und Geschäftsschreiben. Doch ist dies wirklich noch zeitgemäß?

 

…aber wie lange noch?

Wie anfangs skizziert ändern sich die Nutzergewohnheiten derzeit dramatisch. Es gilt, Informationen an das jeweilige Ausgabegerät anzupassen – und das flexibel. Immer häufiger sichtet der Empfänger Informationen auf dem Handy oder Tablet und erst später – wenn überhaupt – am Rechner, idealerweise ohne händisches Zoomen, Wischen oder Skalieren. PDF-Dateien sind diesbezüglich recht unflexibel, da meist auf die klassische DIN-Norm festgelegt. Diese eignet sich in etwa so gut für die Darstellung auf einem modernen Display wie die Gutenberg-Bibel für den Transport in der Westentasche.

 

HTML5 macht Druck

Sicher, das PDF hat sich auch bewährt, insbesondere in Zeiten, in denen man Dokumente verlässlich zwischen unterschiedlichen Betriebssystemen hin- und herschicken musste –

Rechnungen, Druckdaten und vieles mehr. Doch für die moderne Online-Welt gibt es nutzerfreundlichere Formate, etwa HTML5. Der Standard ist geräteunabhängig, kann eine Rechnung beispielsweise mit all ihren Stylesheets darstellen, einen Katalog interaktiv machen und Zusatzinformationen oder verknüpfte Medieninhalte transportieren.

 

Fazit: HTML5 hat das Zeug, auch die Geschäftswelt zu erobern und das PDF in die digitale Rente zu schicken. Zu vermuten steht allerdings auch: Bis für Business User ähnlich interaktive Lösungen wie etwa Facebook Paper verfügbar sind, werden wir uns noch ein Weilchen gedulden müssen.