IT-Branche: Gute Konjunktur-Aussichten zum Jahresende

Die Zeichen stehen auf Wachstum: Die Deutsche IT-Branche wird im kommenden Jahr knapp 80 Milliarden Euro Umsatz mit der Entwicklung und dem Verkauf von Software und Hardware sowie mit IT-Dienstleistungen erwirtschaften, schätzen Experten. Behalten sie Recht, entspräche das einer Steigerung von 2,4 Prozent, die das prognostizierte gesamtwirtschaftliche Wachstum deutlich überträfe.

 

Wachstumstreiber Cloud und Big Data

Vor allem Software-Geschäft und IT-Dienstleistungen unter dem Einfluss von Big Data und der weiteren Verbreitung von Cloud-Lösungen sollen deutlich zulegen. Bereits in diesem Jahr stiegen die Umsätze mit der Cloud um 46 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro – eine Zahl, die bis zum Jahr 2018 sogar auf 19,8 Milliarden Euro anwachsen könnte.

 

„Problemkind“ Hardware

Doch nicht für alle ITK-Unternehmen sehen die Zeiten rosig aus. So droht bei den klassischen Desktop-Rechnern und Laptops ein deutlicher Absatzeinbruch, der das komplette Hardware-Segment ins Negativwachstum zwingen könnte. Zwar erwirtschaftete der Hardware-Markt in den zurückliegenden zwölf Monaten – nach Jahren der Flaute – 6,1 Milliarden Euro und damit ein Plus von rund 12 Prozent. Doch den Hardware-Herstellern spielten kurzfristige Effekte in die Hand. Insbesondere führte die Support-Kündigung von Windows XP im Frühjahr zu verstärkten, einmaligen Investitionen kleiner und mittelgroßer Unternehmen in neue Hardware.

 

Kündigung von Windows XP beflügelte Hardware-Segment

Man darf nicht vergessen: Noch kurz vor der Einstellung des Supports war Windows XP Marktforschern zufolge noch bei weit über zehn Prozent der deutschen Nutzer im Einsatz, darunter viele kleine und mittelgroße Unternehmen!

Auch wenn vergleichbare Effekte für 2015 nicht zu erwarten sind und der Umsatzeinbruch daher bereits ausgemachte Sache zu sein scheint, gilt jedoch auch als sicher: Das Jahr 2015 wird für das Hardware-Segment immer noch besser, als 2013.

 

Fazit: Prognose hin, Vorhersage her – ob diese Erwartungen sich letztlich mit der Realität decken, bleibt zu klären – im kommenden Jahr, zur gleichen Zeit, im EASY Blog.